Sommer2018-06-06T13:31:40+00:00

I F Z – S O M M E R S P E C I A L

Liebe Motorradfreunde,

Nachdem die vergangenen Wochen zum Vorbräunen und für die ersten Motorradkilometer unter sommerlichen Bedingungen genutzt werden konnten, steht nun für viele die schönste Zeit des Jahres an: die Sommer- und Urlaubssaison. Klar, dass viele Motorradfahrer die freie Zeit nutzen und ausgiebige Ausfahrten planen oder endlich die Urlaubstour auf zwei Rädern starten. Das Institut für Zweiradsicherheit (ifz) liefert wichtige Tipps für sichere Touren und deren Planung.

Ob in der Gruppe oder auch solo, die besonderen Fahrten „mit Sack und Pack“ bedingen auch einen besonderen Umgang mit der Maschine und aus Gründen der Sicherheit sollte sich jeder Motorradfahrer mit einigen Aspekten eingehend im Vorfeld beschäftigen:

Technischer Zustand

Nicht nur wichtig für den Motorradurlaub, sondern Grundregel: das Motorrad muss in einem einwandfreien Zustand sein. Hier gelten die gleichen Kriterien wie beim Saisonstart. Eine ausführliche Checkliste gibt es hier:

Technik-Checkliste

Wer auch nur den geringsten Zweifel daran hat, dass sein Motorrad zu hundert Prozent fit ist, sollte den Urlaubscheck von der Fachwerkstatt erledigen lassen.

Vor der Fahrt

Zusätzliches Gepäckgewicht verändert die Fahrphysik des Motorrades. Dieser Effekt kann durch schlechte Verteilung noch verstärkt werden. „Masse, Schwerpunkt, Lenkkräfte, Kipp-, Nick- und Giermomente, all das wird beeinflusst und kann zu unerwarteten Fahrzeugreaktionen führen.
Damit stets der Überblick gewahrt wird, welche Gepäckstücke untergebracht werden müssen, empfiehlt sich ein Blick auf unsere Urlaubs-Checkliste:

Urlaubs-Checkliste

Wichtig ist, den Schwerpunkt des Motorrades tief zu halten. Schwere Gepäckstücke gehören möglichst tief deponiert und leichte darüber. Zudem sollte man darauf achten, die Verteilung auf beide Räder nicht zu sehr zu verändern und das Gewicht gleichmäßig zu verteilen. Da beim Beladen folgenschwere Fehler begangen werden können, sollte man dies nicht „auf den letzten Drücker“ unter Zeitdruck erledigen. Lieber ein paar Tage vor der Abfahrt beginnen um noch Zeit für Korrekturen zu haben und „unter Last“ eine Proberunde auf der Hausstrecke zu fahren. Immer im Fokus muss dabei die maximale Zuladung stehen, die keinesfalls überschritten werden darf. Hierbei sind die Herstellerangaben unbedingt zu berücksichtigen. Gleiches gilt natürlich für die Höchstgeschwindigkeit insbesondere mit Koffern, hier sind die Grenzen schnell erreicht. Bei der Probefahrt kann man sich auch gleich mit den veränderten Fahreigenschaften des Motorrads vertraut machen. Beladen wird so manches Motorrad deutlich träger was die Beschleunigung betrifft.

Somit verlängern sich auch Überholvorgänge, die aus diesem Grund auch besonders vorsichtig angegangen werden sollten zudem führt die Beladung zu längeren Bremswegen.

Aufgrund höherer Zuladung sind oftmals Veränderungen an der Fahrwerkseinstellung nötig (Erhöhung der Federbasis, straffere Einstellung der Druck- und Zugstufe: siehe Fahrerhandbuch). Gleiches gilt für den Reifenfülldruck, der ggf. erhöht werden muss. Zudem gilt ein Blick dem korrekten Spiel der Antriebskette. Auch sollte die Scheinwerfereinstellung geprüft werden, damit niemand geblendet wird.

Um das Packen zu erleichtern, bietet das ifz seine neue App „MOTO“ an. Mit der hier enthaltenen „Urlaubs-Checkliste“ kann jeder ganz einfach auf seinem Smartphone abhaken, welche Teile ins Gepäck wandern. Nähere Infos zur App finden Sie hier.

Endlich unterwegs

Je nach Fahrerkonstitution und Wetterlage sollte sich niemand überschätzen. Wir empfehlen pro Tag nicht mehr als 400 Kilometer auf gut ausgebauten Landstraßen. Werden die Strecken sehr kurvenreich sollte die Tagesdosis bei 200 bis 300 Kilometern liegen. Auf der Autobahn können es bei günstigen Witterungsverhältnissen auch mal 600 bis 800 Kilometer sein. Jeder Tankstop und jede Pause sollten genutzt werden, um sich ein wenig die Beine zu vertreten und natürlich auseichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um das Konzentrationsvermögen aufrecht zu halten.

Gleichgesinnte unter sich

Um in der Motorradgruppe sicherer und entspannter unterwegs zu sein, müssen schon vor Fahrtbeginn klare Regeln besprochen werden, die jeder Mitfahrer einhalten sollte. Alle sollten sich einige darüber sein, dass kein Wettbewerb untereinander herrscht. Also nicht gegenseitig zu längeren oder schnelleren Etappen hochschaukeln, sondern versetzt mit genügendem Abstand zueinander und ohne gegenseitiges Überholen fahren. Auch beim Überholen Dritter gilt: Jeder mit Abstand und Augenmaß für sich, statt dem Vordermann ‚blind‘ nachzusetzen! Und ganz wichtig: Jeder fährt trotz Teamgeist – unter Beachtung der besprochenen Gruppenregeln und vor allem der Straßenverkehrsordnung – für sich selbst verantwortlich.

Andere Länder, andere Regelungen!

Wir haben für Sie die motorradrelevanten Besonderheiten im europäischen Ausland kompakt und übersichtlich zusammengefasst.

Mehr …

Für die bestmögliche Vorbereitung:

Damit der Motorradurlaub, ob solo oder in der Gruppe, bestmöglich gelingt, hat das ifz die Broschüre „Team Touring – Gruppenerlebnis & Motorradreisen“ neu aufgelegt.

Als Gratisbroschüre in unserem Shop bestellen oder gleich online ansehen.

Weitere Informationen rund um das motorisierte Zweirad
finden Sie in unseren Broschüren und Filmen!

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MOTO – die ifz-App!

Für jeden Motorradfahrer ein Muss, nicht nur auf der Motorradreise: die App des ifz!

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