Ende der 60er Jahre konnte die Fernsehserie „Mini-Max“, eine Satire auf das Genre der Geheimagentenfilme, ihre Hauptfigur noch Maxwell Smart nennen, und sich darauf verlassen, dass die ironische Anspielung als solche auch verstanden wurde. Später, in den 70er und 80er Jahren, kamen in Deutschland noch die Slapstickfiguren Clever & Smart dazu, an die sich die „Jüngeren“ hier vielleicht eher erinnern …
Heute ist „smart“ eine ernste Bezeichnung für elektronische Geräte mit über das Internet (meist via App) vernetzbaren Technologien: Das Phone, die Watch, das TV, längst auch schon der „Helmet“ und bald das ganze „Home“.
Eine für Motorradfahrende interessante „smarte“ Anwendung sind Tank-Apps, die mobiles (bargeldloses) Zahlen direkt an der Zapfsäule ermöglichen. Einfach an der „Tränke“ vorfahren, die App starten, tanken und gleich wieder losfahren. Das ist bei reinen Tankstopps – beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit – praktisch. Der Vorteil, gerade auf Roller und Motorrad: Tanken und direkt weiterfahren! Kein lästiges Kramen nach der Geldbörse, kein Anstellen vor der Kasse, und den Helm muss man auch nicht abnehmen. Ganz schön bequem – und irgendwie clever.
Das Kontemplative, der Kontakt zur Umwelt und auch das Moment der Pause, des Innehaltens und Beine Vertretens spielt dabei keine Rolle. Auf Reisen und längeren Tages- oder Mehrtagestouren sieht das schon anders aus, denn der „lange Ritt“ sollte gezielt mit Erholungspausen angereichert werden. Klar kann auch hier der Tankvorgang smart abgekürzt werden, um mehr Zeit für die Erholung zu haben. Vor allem Trinken ist dabei wichtig und vielleicht sogar ein paar Dehnungen – das beugt frühzeitiger Erschöpfung und Leistungsverlust vor. Smarte Pausen zur Wiederherstellung von Konzentration und Beweglichkeit, auch ganz schön clever.