Filmhelden und -heldinnen auf Motorrädern.
In den meisten Fällen sind sie in Eile, haben keine Zeit für Helm und Stiefel.
Klar, man muss Prioritäten setzen, wenn man die Welt retten soll.
Verziehen!
Im echten Straßenverkehr jedoch gilt:
Ohne Schutz und Sichtbarkeit kann selbst der kleinste Fehler
große Probleme verursachen.
Auf einer Yamaha XT 250 startete Sylvester Stallone in seiner Rolle als John Rambo 1982 eine wilde Verfolgungsjagd direkt per Kickstart. Klar, für Helm und Schutzkleidung war auf der Flucht keine Zeit. Auch nicht für die Beachtung der Vorfahrtsregeln auf der ersten Kreuzung, die seiner Fahrt beinahe einen frühen Abbruch eingebrockt hätte. Weiter ging es mit der Viertelliter-Maschine dann durch Teile des winterlichen Bundesstaates Washington u.a. über Gehwege, quer durch Tankstellen und per Sprung über Bahngleise.
Die kalten und regennassen Fahrbahnoberflächen meisterte er mit Bravour. Das Ende seiner Fahrt bescherte ihm dann letztendlich eine Anhöhe im Wald aufgrund zu hohen Tempos.
Wer bei uns derzeit mit dem Motorrad unterwegs ist und nicht gerade aus dem Gefängnis ausbricht, sollte es auf den vielerorts recht nassen Fahrbahnen gemütlicher angehen lassen. Das Fahren bei Nässe erfordert wegen der herabgesetzten Reifenhaftung eine angepasste und runde Fahrweise.
Auch Bremswege fallen bei Nässe in der Regel länger aus. Achtung! Bitumenstreifen, Fahrbahnmarkierungen, Kanaldeckel oder Metallplatten vor Brücken (Dehnungsfuge) können extrem rutschig sein. Genauso Bahngleise und Straßenbahnschienen!
Noch kurz zum Schluss: Ehre, wem Ehre gebührt. Die spektakulären Fahrmanöver wurden bei den Filmaufnahmen von Hollywood-Stuntman Will Harper gefahren. Und das größtenteils in Kanada. Im Januar 1983 kam „First Blood“ (Rambo I) dann auch in die deutschen Kinos.