Wir alle wissen, dass es ohne Wasser kein Leben auf der Erde geben würde. Es nimmt den Großteil der Erdoberfläche ein und sogar wir selbst bestehen zu großen Teilen aus Wasser (lateinisch: aqua). Beim Motorrad- oder Rollerfahren können wir es auf der Fahrbahn allerdings weniger gebrauchen.

Schiebt sich nämlich Wasser in zu großer Menge zwischen Reifen und Fahrbahn kann es zum gefährlichen Aquaplaning kommen. Die Reifen haben dann keinen Kontakt mehr zur Fahrbahn, schwimmen regelrecht auf, was das Lenken und Bremsen unmöglich macht.

Im Idealfall müssen die Reifen also das Wasser verdrängen, damit der erforderliche Bodenkontakt erhalten bleibt. Für die Wasserverdrängung ist eine ausreichende Profiltiefe erforderlich. Ebenso hat die gefahrene Geschwindigkeit hier maßgeblichen Einfluss.

„Aquaplaning ist doch für Motorradfahrer kein Thema!“ werden jetzt einige rufen. Das stimmt aber nur bedingt. Im Vergleich, beispielsweise zum Pkw fällt das Aquaplaningrisiko für Motorradfahrerinnen und -fahrer zwar geringer aus, ist aber dennoch vorhanden. Die geringere Aufstandsfläche sowie die abgerundete Kontur des Motorradreifens können den Wasserkeil seitlich besser verdrängen.

Halten wir fest: Auch ohne Aquaplaning ist das Fahren mit einem Einspurfahrzeug bei Nässe weniger „griffig“ als im Trockenen. Daher bei Nässe MEHR Profil und WENIGER Tempo.